Blaue Lagune

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Hier auf dieser Seite alle die Gedichte die ich im Jahr 2002 meinen Gedanken entlockt habe. Sicher werden sie dem einen oder anderen nicht so recht gefallen, doch sind es meine Gefühle, Gedanken und Empfindungen. Jeder sieht bestimmte Dinge in einem anderen Licht, nur seh ich sie eben so.
Aber lest doch einfach selbst.

Silvester

Das erste mal im Leben, nicht bei den Menschen,
mit denen ich all die Jahre zusammen war
und die mir so herzlich viel bedeuten.

Das erste mal im Leben,
nicht die Liebsten in den Arm nehmen zu können,
für das letzte Jahr zu danken
und auf das Neue anzustossen
machte mich sehr traurig.

Die Grüsse und Wünsche per Telefon
zwar sehr herzlich übertragen,
doch nicht persönlich wie sonst immer
und von mir gewohnt.

Ich fühlte mich leer und allein,
wenn auch meine Liebe
und andere liebe Menschen um mich herum waren,
die sich auf den Beginn des neuen Jahres freuten.

Ich freute mich auch, wenn auch nicht so lachend
wie es alle von mir gewohnt sind.
Ich wirkte sicher verletzend,
was aber nicht meine Absicht war,
denn mir selbst tat es am meisten weh.

Es ist nicht so einfach, alles hinter sich zu lassen,
auf all die Lieben zu verzichten, zu verstehen,
das sie nicht mehr gleich um die Ecke wohnen
und man sich nicht eben mal kurz
auf einen Kaffee treffen kann.

Doch ich bin glücklich hier,
wenn auch weit weg von meiner Familie,
so habe ich hier meine Liebe,
die noch immer wie am ersten Tag ist
und für mich eine ganz Besondere ist.

08.01.2002
copyright © by 2002 Irina F. (Blaue Lagune 200)
Alle Rechte vorbehalten.

Denken an den Sommer

Zurückgelehnt in meinem Sessel,
in wohliger angenehmer Wärme,
lasse ich meinen Gedanken freien Lauf
und träume mich in den Sommer.

Denke an die wärmenden Sonnenstrahlen,
an das Lachen der Möwen,
wenn sie über der Ostsee ihre Kreise ziehen
und die Fischer bei ihrem Fang begleiten.

Denke an den Strand mit seinem feinen Sand,
den man nicht in den Händen halten kann,
weil er wie die Zeit durch die Finger rinnt.

Denke an die leichten Brisen,
die den Duft der Ostsee ans Land tragen
und an die Frische des Wassers,
das herrliche Blau, welches zum Baden einlädt.

Denke an die Weite, die das Meer vermittelt,
die endlos scheint
und nur die Sonne mit ihrem Abendrot
am Horizont verschwinden kann.

Denke an die verliebten Pärchen,
die händchenhaltend am Wasser entlanglaufen
oder eng umschlungen am Strand sitzen
und den herrlichen Untergang der Sonne
mit leuchtenden Augen beobachten.

Ich freue mich auf den Sommer,
auf den wunderschönen Strand der Ostsee,
auf all die Menschen,
die ich dort zurückgelassen habe
und die ich so sehr vermisse.

09.01.2002
copyright © by 2002 Irina F. (Blaue Lagune 200)
Alle Rechte vorbehalten.

Schaue jedem ins Gesicht

Nur der aufmerksame Blick
in die Augen eines Menschen kann dir sagen,
was er denkt, fühlt und empfindet.
Ob deine Anwesenheit
Freude, Trauer oder Hass bei ihm entzündet.

Ob er es ehrlich mit dir meint
und gerne mit dir spricht.
Doch schaust du ihn nicht an,
dann siehst du es nicht.
Schaue jedem ins Gesicht.

15.01.2002
copyright © by 2002 Irina F. (Blaue Lagune 200)
Alle Rechte vorbehalten.



Ja die Liebe

Welch sonderbare Wege sie doch geht,
wie lange es oft braucht
bis sich zwei Menschen finden.

Wie schnell gewöhnt man sich an den anderen,
macht verrückte Sachen
und wie gern lässt man es einfach geschehen.

Die Liebe ist eine grosse Macht,
sie bewegt die Menschen dazu
zu tanzen wie Marionetten an einem Band.

Welch schöne Gefühle setzt sie doch frei,
wie empfindsam man wird,
wie eingestimmt auf den anderen.

Ja die Liebe, sie ist wunderbar,
mit dem Kribbeln im Bauch
und die Freude aufeinander.

Doch ist sie wie die Flamme einer Kerze,
die Sauerstoff braucht um zu brennen,
denn ohne erlischt sie sehr schnell.

14.02.2002

Hallo Pa

Heute......äääääääähm eigentlich morgen ist dein Tag
du bist ein Pa, wie jeder ihn gerne mag.
Darum fiel uns eben ein,
wir wollen wieder die Ersten sein.

Nun sitzen wir hier und überlegen nu
es ist Vatertag,
was schreiben wir dir dazu.

Eigentlich kann man es mit einem Wort sagen,
DANKE
sagt man zu selten in diesen Tagen.
Warum ist es eigentlich eine Seltenheit
kann man es nicht sagen, zu jeder Zeit?

Dabei ist es doch nicht immer Normalität
das ein Vater für die Kids Parade steht.
Jedesmal wenn sie rufen
Papa hier, Papa da
zur Stelle bist du, ist doch klar.

Für dich ist es doch das normalste von der Welt
du bist für uns der Liebste, Zuverlässigste,
ist doch klar und das zählt!

Und sollst du UNS mal brauchen
sind auch wir auch für dich da.
Kannst immer nach uns rufen,
wir hoffen, das ist Dir auch klar!

Und wir denken mal, so soll es sein im Leben
nicht nur ein NEHMEN, nein auch ein GEBEN.
Und du, du gibst uns so viel Glück;
Tausendfach bekommst du es zurück.

Das ist wohl Familie,
so soll sie sein
wir kehren zu gern ein,
in EUREM Heim.

Und DANKE nochmal, für all DAS,
was du für uns machst,
ist das nicht ein das DANKE,
was man zu selten sagt?

Auch wenn wir es nur selten sagen,
Deine Hilfe ist einfach famos.
Du bist einfach da,
egal wann auch immer wir dich brauchen
und die Freude darüber riesengroß.

Tja und wenn du jetzt denkst
das hätten wir abgeschrieben?;
wir haben überlegt
und das ist nicht übertrieben.

Dies hier sind unsere eigenen Gedanken,
das sind unsere Gefühle zu Dir,
dieses Gedicht ist nur für DICH geschrieben,
das versprechen wir Dir.

Wollten die Gefühle zu Dir in Worte fassen
unseren eigenen Gedanken den Lauf überlassen.

DAS ist dabei herausgekommen.
Kein Wort wird uns sicher arg genommen.
Wir mögen dich jetzt und alle Tage
egal wie es aussieht, egal in welcher Lage.

Viele liebe Drücker und Grüsse
von deinen Kindern
aus der Heide
und dazu noch viele Küsse.

Vatertag 09.05.2002
copyright © by 2002 Irina F. (Blaue Lagune 200)
Alle Rechte vorbehalten.

 

Einsam und allein

Einsam und allein
wäre ein Mensch auf dieser Welt
wenn keiner ihn liebt und zu ihm hält.

Gibt dir ein Mensch
viel Liebe und Glück,
so geb es ihm tausendfach zurück.

Denn es ist nicht für Jeden
das Normalste von der Welt,
das er ehrlich zu dir ist
und immer zu dir hält.

03.07.2002
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Alle Rechte vorbehalten.

Manchmal kommt es anders als man denkt

Es liegt ein Mädchen auf der Straße
und wir fragen uns WARUM?
Stürzte sie mit dem Rad
oder fuhr ein Auto sie um?

Viele Leute gehen vorüber
keiner stört sich daran,
sehen sie alle dort liegen,
niemand geht hin, niemand spricht sie an.

Eine Frau geht auf sie zu,
ein Handy in der Hand.
Ruft jetzt sicher einen Arzt.
Jetzt geht alles seinen Gang!

Doch es geschieht nichts!
Kein Arzt, kein Rettungswagen.
Jetzt reicht es uns;
Jetzt gehen WIR sie fragen!

Nach unserer Frage: "Was ist geschehen?"
Begriffen wir schnell, sie kanns nicht verstehen.
Als ihre Freundin uns stockend erklärt,
daß sie nur Russisch kann,
fangen wir mit Händen und Füßen an.

Die Freundin machte uns dann klar,
das sie zwei auf einem Rad fuhren
und kein Auto Schuld an ihrem Unfall war.

Wir riefen dann den Rettungsdienst.
Eigendlich das Normalste von der Welt!
Hätte vor uns JEDER machen können.
Ein Notruf ist umsonst, kostet also kein Geld!

Die Sanitäter kamen schnell;
In drei Minuten waren sie da.
wir dachten:
Jetzt nehmen sie ohne Probleme das Mädel mit;
Also für uns war das klar.

Doch es kam anders und das Erste was kam?
"Haben sie ihre Chipkarte dabei?
Ach nicht? Das ist Schlecht, wegen der Abrechnerei!"

Die Mädchen konnten es erst nicht verstehen
und uns begann der Hut hochzugehen.
Das kann doch nicht wahr sein,
das kanns einfach nicht geben!
Sind Chipkarten wichtiger als Menschenleben???

Das Mädel hatte sich nur den Fuß gebrochen;
War ängstlich, fror und hatte Schmerzen.
-In uns ist die Wut hochgekrochen.-

Keiner von uns konnte das alles verstehen;
Erst die Leute die nicht halfen,
dabei konnten es so viele sehen.

Weit über eine Stunde, hatte es dort schon gesessen.
Viele haben sie gesehen, ignoriert oder einfach vergessen!

Nun stell DIR mal vor, DIR würde es so ergehen:
Allein in einem fremden Land
und die Sprache, die die Menschen dort sprechen
kannst DU nicht verstehen.

Sitzt verletzt an der Straße
Niemand kommt auf DICH zu.
Naja:
Zum Glück war es das Mädchen!!!
Zum Glück nicht DU!

30.08.2002
( Dieses Gedicht entstand in unserem Sommerurlaub
und ist wirklich so passiert.
Unglaublich oder? )
copyright © by 2002 Irina F. (Blaue Lagune 200)
Alle Rechte vorbehalten.

Vergebens

Sieben mal haben wir versucht dich zu erreichen,
aber jedes Mal,
mußte unser Anruf dem Faxsignal weichen.
Auch über Handy war kein Signal.
Wir hoffen, wir hören dich das nächste Mal.

Zu gerne hätten wir dich gesprochen und gehört.
Es so oft zu versuchen hat uns nicht gestört.
Doch als es nun gar nicht klappen wollte,
sagten wir uns, das ist doch nicht wahr.
Und nun versuchen wir es einen anderen Tag wieder,
so schnell geben wir nicht auf,
das ist dir doch hoffentlich klar.

06.09.2002
copyright © by 2002 Irina F. (Blaue Lagune 200)
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Wunderbares Gefühl

Was für ein wunderbares Gefühl,
zu lieben und geliebt zu werden.
Immer die Freude aufeinander
und das Glück zusammen zu sein.

08.09.2002
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Verliebt?

Wenn die Gedanken immer
um eine bestimmte Person kreisen;
Wenn man keine Gelegenheit ausläßt
um sie zu sehen, mit ihr zu reden;

Wenn es einem warm ums Herz wird
und das Kribbeln im Bauch
immer dann beginnt,
wenn man sie dann endlich sieht;

Wenn man etwas sagen will
doch plötzlich
kein Wort mehr herausbekommt;
Tja, dann ist man wohl verliebt.

08.09.2002
copyright © by 2002 Irina F. (Blaue Lagune 200)
Alle Rechte vorbehalten.


Computer leben

... man sitzt vor dem PC
und verliert fast die Geduld.
Er funktioniert einfach nicht!
Was isr daran Schuld? ...

... ist es ein Virus,
oder die Software die man gekauft;
Wie oft in den Stunden 
hat man sich die Haare gerauft? ...

... doch was man auch versucht,
zeigt der Monitor kein Signal;
Dabei versuchte man es
schon fast hundertmal ...

... beginnt das Fluchen und das Schimpfen,
man verliert fast die Manieren.
Boah son scheiß Ding,
muß doch funktionieren ...

... irgendwann ein Aaaaahhh
das könnte es sein.
Juchu er funktioniert
Ja so soll es sein! ...

... man kann wieder chatten,
hat Freude am Mailen und Telen.
Ich sags immer wieder
Computer haben ein Eigenleben ...

14.09.2002
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Altenpflege

Es ist früh, kurz vor Fünf;
man blickt in den Spiegel, sieht müde aus.
Zwei Wochen am Stück, geht es so morgens raus
Wir arbeiten mit Senioren, in einem Heim.
Das ist unser Beruf, unser Wunsch, so sollte es sein.

Unser Job der ist schwer, nur zu selten leicht;
Oft ist man am Ende, hat seine Grenzen erreicht.
Sehr oft denkt man dann, ob es das ist was man will;
Manche Dienste wollen nicht vergehen, die Uhr steht still.

Man spürt es im Kreuz, hat zuviel gehoben.
Lange kein frei, den Dienst verschoben
weil auch wir erkranken. Passiert schon mal.
Dann springt man eben ein, fast schon normal.

Doch irgendwann kommt es,
der Körper holt sich was er braucht.
Man will es nicht wahrhaben,
doch die Kräfte sind verraucht.

Doch unter uns Kollegen, baut man sich wieder auf.
Geht freundlich in die Zimmer, pflegt die Leute.
So nimmt jeder Tag aufs Neue seinen Lauf.

Dann endlich frei, ein Wochenende vielleicht,
nach mindestens zwölf Tagen hat man es erreicht.
Manchmal dauert es auch länger und dann
sehnt man sich jeden freien Tag heran.

Ist ausgepowert, müde und leer.
Will endlich mal ausschlafen.
Nichts anderes wünscht man sich mehr.

Ganz oft wünscht man sich: Freitagmittag Schluß.
So wie viele Bekannte, was für ein Leben?
Nach fünf Tagen mittags gehen sie Heim.
Warum kann unser Job nur nicht so sein?

Die Arbeit mit Menschen verlangt sehr viel Kraft.
Man ist stolz auf sich, hat man zwei Wochen geschafft.
Nur Stolz allein reicht eben selten aus.
Müde und kaputt schleppt man sich nach Haus.

Ab und zu beginnt auch die Motivation zu wanken.
Es fehlt Zeit für die Familie, Zeit Kräfte zu tanken.
Man ist im Stress, keine Seltenheit,
auch für die Alten haben wir zu wenig Zeit.

Doch gerade die können ja nichts dafür
und jeden Tag gehen wir durch die Tür.
Ziehen die Stempelkarte durch, unser Tag fängt an.
Denken an letzte Woche, als es genauso begann.

Täglich kümmern wir uns um die Senioren,
haben zu wenig Zeit und zuviel um die Ohren.

Doch niemand kümmert sich um uns
wenn wir am Boden liegen,
dabei weiß jetzt doch schon jeder:
Gute Altenpfleger sind kaum noch zu kriegen.

24.09.2002
copyright © by 2002 Irina F. (Blaue Lagune 200)
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